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Theater
Der goldene DrachenVON ROLAND SCHIMMELPFENNIG |
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Fünf Asiaten in der winzigen Küche des „Goldenen Drachen“: Der jüngste, genannt ›der Kleine‹, leidet unter Zahnschmerzen. Ein Arztbesuch kommt nicht in Frage, er hat keine Papiere. Die Köche werden zu Dentisten mit absehbaren Folgen. Sein Zahn landet im Wok, dann in Nr. 6, Thai-Suppe mit Hühnerfleisch. Die blonde Stewardess findet den blutigen Zahn in ihrer Suppe und steckt ihn in die Tasche. Über dem China-Thai-Restaurant besucht eine Frau im roten Kleid zum letzten Mal ihren Mann. Er trägt ein gestreiftes Oberhemd. Der Lebensmittelhändler neben dem „Goldenen Drachen“ hat die Nr. 103 gerade gegessen, als der Mann im gestreiften Hemd noch eine Flasche Schnaps kaufen will. Die beiden betrinken sich in der Wohnung über dem Laden, wo der Händler ein Warenlager und eine Sexsklavin aus China hat. Der Kleine verblutet. Im „Goldenen Drachen“ zeigt uns Schimmelpfennig mit leichter Hand die Parabel auf eine globalisierte Welt, die hier auf kleinstem Raum Platz findet. |
Donnerstag Ederberglandhalle
Preise |